14.04.21

Insight-Article: Migrationswerkzeug für Faktor-IPM

Im Zuge der digitalen Transformation stehen viele Versicherer vor der Implementierung neuer Software-Lösungen, um den Versicherungsprozess effizient und modern zu gestalten. Neben der erfolgreichen Implementierung der neuen Software, ist es unter anderem unabdingbar, bestehende Daten sicher und schnell in das neue System zu migrieren. Nicht selten ist dies ein Prozess, der sich über mehrere Monate hinziehen kann.

 

Im Zuge der Innovationsoffensive von Faktor Zehn ist es unser Ziel, diese langwierigen Prozesse durch ein innovatives Migrationswerkzeug für unser Bestandssystem Faktor-IPM zu entschlacken und Implementierungsprozesse in kürzerer Zeit erfolgreich abzuschließen.

Erfahrung beim Kunden: Ablauf eines klassischen Migrationsprojektes am Beispiel der DEVK

In einem klassischen Migrationsprojekt werden Verträge aus dem Altbestand gelesen und an ein Migrationsprogramm weitergegeben. Das Migrationsprogramm ist hauptverantwortlich für den Migrationsprozess. Vereinfacht dargestellt, muss das Migrationsprogramm zuerst die bereitgestellten Verträge aus dem Altbestand lesen und in das neue Versicherungsmodell überführen. Nach einer erfolgreich erzeugten Versicherung, wird dies in die Datenbank geschrieben.

Ein Einblick in ein Migrationsprojekt bei der DEVK: In Release 1, ist vorgesehen, dass alle Verträge der Sparte Hausrat aus dem Altbestand in das neue Bestandssystem Faktor-IPM migriert werden. Hier haben wir ein Migrationsprogramm von Grund auf aufgebaut. Einen Batch, der alle Verträge aus dem Altbestand, in XML-Format, liest. Ein Migrationsservice, der dafür verantwortlich ist, dass konsistente Vertragsdaten erzeugt werden und diese sauber in die neue Datenbank geschrieben werden. Und ein Mappingprogramm, das die gelesenen Altbestandverträge in das neue Vertragsmodell überführt. Für das Release 1 benötigten wir 18 Monate, um mit der Migration produktiv zu gehen und ca. 1.350.000 Verträge in das neue Bestandssystem Faktor-IPM zu migrieren.

In dem darauffolgenden Release 2, für die Sparten Unfall und Haftpflicht, konnte ein großer Teil der Implementierungen aus dem Release 1 wiederverwendet werden. Trotz der zwei Sparten, konnten wir in Release 2 mehr als die Hälfte der Zeit sparen. Innerhalb von 8 Monaten, wurden die Sparten Unfall und Haftpflicht mit insgesamt ca. 1.800.000 Verträgen in das neue Bestandsystem Faktor-IPM migriert.

Dies zeigt, dass mit einem effizienten Migrationswerkzeug, Projekte in ihrer Laufzeit deutlich verkürzt werden können. Dies schont nicht nur interne Ressourcen, sondern befriedigt auch gestiegene Kundenbedürfnisse.

Unsere Lösung: Ein Migrationswerkzeug für Faktor-IPM

Kunden, die bereits heute Faktor-IPM verwenden oder verwenden möchten, werden früher oder später mit der Migrationsthematik konfrontiert. Anhand der Optimierung des Migrationsprozesses im Zuge des Migrationsprojektes der DEVK sollen die Vorteile für Kunden verdeutlicht werden.

Die Lösung, die im Zuge eines Innovationsprojekts realisiert wird, ist das Migrationswerkzeug. Dies ist ein Projektbeschleuniger für Migrationsprojekte, der die Verträge aus dem Altbestand in das neue Bestandsystem Faktor-IPM migrieren kann. Dies ist möglich, da mit dem Einsatz im Projekt nur noch das Mapping der Felder von dem alten Model in das neue Model implementiert werden muss.

Ist- und Soll-Zustand der bestehenden Features

Mit dem heutigen Stand bietet das Migrationswerkzeug bereits folgende Funktionen:

  • Die Migration als solche.
  • Eine Modell- und Produktvalidierung nach dem neuen Versicherungsmodell.
  • Ein Dry-Run. Dies ermöglicht die Durchführung der Migration während der Testphasen ohne zu persistieren.
  • Die Dokumentation von fachlichen und technischen Fehlern.
  • Eine Schwebe Funktion. Verträge die fachlich nicht valide sind werden in Schwebe gesetzt. Somit bietet das Migrationswerkzeug die Möglichkeit, dass der Vertrag in Faktor-IPM im Nachgang korrigiert werden kann.
  • Wenn der erzeugte Zahlbeitrag in Faktor-IPM nicht mit dem Zahlbeitrag aus den Altbestand übereinstimmt, wird dies protokolliert und ausgewiesen.

Die Entwicklung des Migrationswerkzeugs endet nicht hier. Es werden weiterhin neue Features implementiert:

  • Protokolle: Migrationsprotokoll, Kontrollsummenprotokoll
  • Die Möglichkeit mehrere Vertragsversionen zu migrieren
  • Individuelles Ausschalten von Model- und Produktprüfungen
  • Beitragsausgleich Verfahren

Strategische Vorteile für Kundenbedürfnisse

Durch den Einsatz eines innovativen Migrationswerkzeuges entstehen eine Vielzahl an strategischen Vorteilen für Kunden, somit bekommen diese ein Migrations- und Bestandssystem aus einer Hand. Darüber hinaus können Projekte in ihrer Laufzeit verkürzt und somit schneller zum Erfolg geführt werden – bei gleichzeitig geringerem Aufwand für den Kunden. Am Beispiel des Migrationsprozesses der DEVK konnte aufgezeigt werden, welchen projektbeschleunigenden Vorteil ein Migrationswerkzeug hat. Das Endergebnis sind garantierte, konsistente Vertragsdaten – gemäß dem neuen Vertrags- und Produktmodell.

Euer Faktor Zehn-Team

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