25.11.21

IT-Irrtum 1: „Ich denke, dass es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer gibt“

Na mit dieser Aussage über Computer hat sich im Jahr 1943 jemand ganz schön verschätzt. Sie stammt ausgerechnet vom damaligen IBM-Chairman Thomas Watson höchstpersönlich (allerdings nur mündlich überliefert). Thomas Watson war bis zu seinem Tod 1956 Vorstandsvorsitzender von IBM. Und nebenbei der reichste Mann seiner Zeit.

Die International Business Machines Corporation – so die vollständige Bedeutung hinter der Abkürzung IBM– brauchen wir euch vermutlich nicht näher vorzustellen. Hier ein paar aktuelle Zahlen: IBM beschäftigt derzeit ca. 345.000 Mitarbeiter weltweit und ist einer der weltweit größten Softwarehersteller. Der aktuelle Börsenwert liegt bei über 181 Mrd. USD.

Im März 2018 stellte IBM den kleinsten Computer der Welt vor, mit gerade mal 1 x 1 Millimeter ist er so groß wie ein grobes Salzkorn. Die Rechenkraft des Miniprozessors soll die Stufe eines x86-Prozessors aus den Neunziger-Jahren erreichen. Wir hoffen natürlich, dass mehr als 5 davon zukünftig verkauft werden. 

 

Und auch wenn Computer selbst nicht das Hauptgeschäft von IBM sind, drehen sich ihre Produkte doch vor allem um Software für Computer. Wenn es also auf der Welt nur fünf Computer gäbe, wäre IBM heute sicher nicht so erfolgreich.

Und nur zum Vergleich die tatsächliche Zahl: Alleine im Jahr 2020 wurden 275 Millionen Computer verkauft.

 

Wie ihr seht, kann sich also eine Aussage als so falsch herausstellen, dass viele große Unternehmen heute gar nicht existieren würden, wenn die Aussage richtig gewesen wäre.

 

Eure Faktor Zehn

 

 

Quellen:

https://www.computerwoche.de/a/die-spektakulaersten-fehlprognosen-der-it-geschichte,2532211

https://www.ibm.com/de-de

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